Weißhand-Gibbon |
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Ordnung Herrentiere |
Familie Gibbons |
Gattung & Art Hylobates lar |
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| Lebensweise Eine Gibbon-Familie besteht aus einem Elternpaar mit zwei oder drei Jungen. Ihr Revier ist etwa einen halben Quadratkilometer groß. Nähert sich eine Nachbargruppe, wehren die Alttiere diese aggressiv schreiend ab. Es kommt aber kaum zu physischem Kontakt. Mit dem Morgengrauen erwacht die Familie nach einer Nacht, die sie in Sitzhaltung, meistens auf einem besonderen Baum, verbracht hat. Die erwachsenen Tiere beginnen den Tag mit einem 15 minütigen Zwiegesang. Nach Ende des Duetts sucht sich der Familienverband ein Frühstück, dabei führt oft das Weibchen an. Sie verbringen fast die gesamte Wachzeit mit Nahrungssuche oder sozialer Fellpflege. Nahrung und Ernährungsweise Gibbons suchen in der Morgendämmerung und am kühlen Spätnachmittag nach Nahrung. Bald kennen sie die besten Futterbäume, die ihnen jeweils zu einer anderen Zeit im Jahr die Früchte liefern. Sie bevorzugen saftige, süße Früchte wie z.B. Feigen. Sie ergänzen ihre Pflanzenkost mit Wirbellosen, Eidechsen, Vogeleiern und Insekten. | Wissenswertes Im 19. Jahrhundert glaubten führende Zoologen, daß unter allen Primaten der Gibbon der nächste Verwandte des Menschen sei. Der Ruf des Gibbonweibchens klingt wie das Thai-Wort für Ehemann. In der Überlieferung der Thais heißt es, der Gott Indra habe den Gibbon aus einer schönen Frau geschaffen, die ihren Gatten betrogen hatte. Noch immer rufe sie nun allmorgendlich, wenn sie sich ihres sündigen Verhaltens erinnere, nach ihm. Der Jura-Zoo in Neumarkt ist europaweit einer der Zoos mit den größten Erfolgen bei der Gibbonzucht. |
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